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Die Edition (lat. etwa für Heraus-geben) oder Ausgabe einer Publikation bezeichnet die Vorbereitung - das Edieren von Werken ("Editieren" ist dagegen ein neuer Anglizismus, der offenbar erst mit dem Internet aufgekommen ist) aus Texten, Musik und anderen Medien - zur Veröffentlichung oder diese Veröffentlichung selbst. Dies geschieht in der Regel durch Verlage und Herausgeber. Wenn sich die Aufmachung und der Inhalt einer Publikation nicht oder nur geringfügig von vorigen Ausgaben unterscheidet, spricht man eher von der Auflage einer Publikation.Ziel der Edition ist es, dem Leser einen vertrauenswürdigen Text zur Verfügung zu stellen. Zu diesem Zweck muss der Herausgeber eine Reihe von editorischen Entscheidungen treffen, die darin bestehen, das Verhältnis des von ihm edierten Textes zu seiner jeweiligen Vorlage zu bestimmen. Vorlage in diesem Sinne ist z. B. das Manuskript oder das Typoskript des Autors bzw. eine bereits in gedruckter Form vorliegende ältere Textfassung. Der Herausgeber kann z. B. die Orthographie seiner Vorlage aktualisieren, den Sprachgebrauch modernisieren oder er kann – umgekehrt – sich für eine texttreue Wiedergabe seiner Vorlage, vielleicht sogar für eine Faksimile-Edition entscheiden. Vor allem bei älteren Texten, die in mehreren Fassungen oder Varianten vorliegen, kann dies besonders kompliziert werden. Professionelle Herausgeber begründen ihre Entscheidungen in der sogenannten editorischen Notiz (auch „editorischer Bericht“ genannt); bei wissenschaftlichen Editionen ist diese Pflicht.Außer der Organisation des Druckes beziehungsweise der Veröffentlichung als elektronische Publikation solcher Werke gehören auch andere Aktivitäten zur Arbeit eines (Verlags-)Editors: |
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