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Die Stereoskopie (aus dem griechischen: stereo = räumlich – skopein = sehen) ist ein Verfahren zur raumtreuen Abbildung, bei dem
paarweise Bilder, stereoskopische Halbbilder genannt, getrennt für jedes Auge erzeugt und angeboten werden,
auf denen jeder Raumpunkt durch korrespondierende Bildpunkte auf jedem Halbbild abgebildet wird,
die aufgrund der Parallaxe gering seitenverschoben zueinander sind (= stereoskopische Deviation) und durch welche im Gegensatz zu einem zweidimensionalen Bild
die Tiefenlage jedes Raumpunktes aus dem Bild mathematisch reproduzierbar ermittelt werden kann und
der Betrachter die räumliche Lage jedes abgebildeten Raumpunktes aufgrund einer – dem Natürlichen nahekommenden – Darbietung empfinden kann.
Alle anderen Eigenschaften eines zweidimensionalen Bildes, wie perspektivische Verzerrung in Abhängigkeit von einer unnatürlichen Objektivbrennweite, die Farbe und insbesondere aber auch die beschränkende Standortbindung des Betrachters bleiben erhalten. Gerade die beiden letzten Eigenschaften dieses Raumbildverfahrens bedingen den erheblichen Unterschied zur Holografie. |
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